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Das Panorama von Racławice in Breslau ist einer der wenigen Orte auf der Welt, an dem man ein Relikt der Massenkultur des 19.Jahrhunderts bewundern kann. Das riesige Gemälde (15x114m) entführt den Betrachter dank besonderer malerischer Mittel (eine spezielle Perspektive) und technischer Vorkehrungen (Beleuchtung, künstliches angelegtes Terrain, ein verdunkelter, verwinkelter Zugang) in eine andere Zeit und Realität. Das Panorama von Racławice ist das erste und das einzige bis heute erhaltene Werk dieser Art in Polen.

Die Idee zu diesem Panorama stammte von dem bekannten Lemberger Maler Jan Styka (1858-1925), der den herausragenden Schlachtenmaler Wojciech Kossak (1857-1942) zur Mitarbeit gewann. Sie wurden unterstützt von Ludwik Boller, Tadeusz Popiel, Zugmunt Rozwadowski, Teodor Axentowicz, Włodzimierz Tetmajer, Wincenty Wodzinowski und Michał Sozański.

Die Künstler wollten in erster Linie an die nationalen Traditionen erinnern. Anlaß dazu gab der hundertste Jahrestag der Erhebung Kościuszkos und der siegreichen Schlacht vom 4. April 1794 bei Racławice, wo die aufständischen Truppen - mit Beteiligung der berühmten "Kosynierzy", der mit Sensen bewaffneten Bauern - unter der Führung des Generals Tadeusz Kościuszko (1746-1817) gegen das russische Heer unter General Tormasow kämpften. Die "herzerfrischende" Schlacht von Racławice hatte für die damals geteilte und unfreie Nation eine immense Bedeutung. Die im Jahr 1894 in Lemberg organisierte "Allgemeine Landesausstellung" (Powszechna Wystawa Krajowa) bot daher eine gute Gelegenheit, Stykas Projekt zu realisieren. Die speziell angefertigte Leinwand kaufte man in Brüssel, die Eisenkonstruktion der Rotunde nach dem Entwurf Ludwik Ramułts in Wien. Der Bau der Rotunde, der im Stryjski-Park in Lemberg errichtet wurde, war im Juli 1893 abgeschlossen. Das gewaltige Gemälde entstand in nur neun Monaten, zwischen August 1893 und Mai 1894. Die feierliche Eröffnung des Panoramas von Racławice fand am 5. Juni 1894 statt. Von Anfang an erfreute es sich eines nicht nachlassenden Interesses und wurde sofort zur touristischen Hauptattraktion Lembergs.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gelangte das Gemälde 1946 zusammen mit einem Teil der Sammlung des Ossolineums nach Breslau. Hier bemühten sich mehrere Bürgerinitiativen um die Restaurierung und Ausstellung der Leinwand. Diese Hoffnung vieler Polen ging erst nach den Ereignissen des Augusts 1980 in Erfüllung. Die erneute Eröffnung des Panoramas erfolgte am 14. Juni 1985. Die Attraktion des alten Lemberg wurde sofort zur Hauptattraktion Breslaus.

Die heutigen Betrachter können an einem nicht alltäglichen Spektakel der optischen Täuschungen teilhaben. Zu den zahlreichen Gästen, die das Panorama von Racławice besuchten, zählen Papst Johannes Paul II., Königin Beatrix von Holand und Czesław Miłosz.

 

Kleiner Rundbau

Das ist ein speziell angebauter Raum, den man von der Haupthalle aus betreten kann. In der Haupthalle (Eingang hinter der Kasse, neben dem Eingang zur Aussichtsplattform) werden die historischen Aspekte der Schlacht bei Racławice dargestellt. Im mittleren Teil des Rundbaus befindet sich eine Reliefkarte, die die Topografie des Gebietes der Schlacht bei Racławice zeigt. Mit bunten Dioden (das polnische Heer mit gelben, das russische Heer mit grünen Dioden) sind die Stellungen und Bewegungen der kämpfenden Armeen gekennzeichnet. Der Verlauf der Schlacht bei Racławice wird im auf historische Quellen gestützten, vom Sprecher in sechs Sprachen (Polnisch, Englisch, Deutsch, Russisch, Französisch, Spanisch) gelesenen und mit dem Aufleuchten der entsprechenden bunten Dioden belebten Kommentar geschildert. Die im Text enthaltenen geschichtlichen Informationen kann man hier mit der künstlerischen Vision von Kossak und Styka konfrontieren. In den Vitrinen an den Wänden des Rundbaus ist die Ausstellung Zeichen und Waffen der am 4. April 1794 bei Racławice kämpfenden Armeen präsentiert. Es sind 107 Figuren von polnischen und russischen Soldaten in Uniformen aus dieser Epoche zu sehen. In den Vitrinen in der Vorhalle des Kleinen Rundbaus sind die malerischen Skizzen, die Jan Styka und Wojciech Kossak im April 1893 auf den Feldern bei Racławice anfertigten, sowie ein malerischer Entwurf des Plakats des Panoramas in Lemberg aus dem Jahre 1894 ausgestellt.

 

Haupthalle

An der Südwand befinden sich vier halbkreisförmige Podeste von verschiedener Höhe, wo die Besucher die multimedialen Präsentationen, die unsere Kenntnisse von dem Panorama der Schlacht bei Racławice, seinen Schöpfern und seiner Geschichte, Details der Restaurierung sowie anderen europäischen Panoramen erweitern, anschauen können.

  1. Erstes Podest (direkt gegenüber dem Eingang) - eine Reliefkarte mit den markierten Bewegungen der aufständischen Armee: von Kraków über Szczekociny, Połaniec, Warszawa bis Maciejowice.
  2. Zweites Podest - auf dem Bildschirm werden die Präsentationen von anderen polnischen und europäischen Panoramen wie auch von den Schöpfern des Panoramas der Schlacht bei Racławice (in polnischer Sprache) dargestellt.
  3. Drittes Podest - auf dem Bildschirm wird ein Film über die Restaurierung des Panoramas der Schlacht bei Racławice und die Vorbereitung des Werkes für die Ausstellung im Breslauer Rundbau (in polnischer Sprache) gezeigt.
  4. Viertes Podest - auf dem Bildschirm werden dieselben Präsentationen wie auf dem 2. Podest in englischer Sprache dargestellt.

 

Wechselnde Ausstellungen

In der Haupthalle wird überdies die Ausstellung Prominente Gäste im Panorama-Museum präsentiert. Die an der Glasfassade hängenden Fotografien zeigen die Besuche der noblen Gäste (u.a. des Papstes Johannes Paul II., der holländischen Königin Beatrix, des belgischen Königs Albert II.) wie auch deren Einträge ins Ehrenbuch.